Die verborgene Agenda

Teil 2:

Der letzte Satz des Arbeiters – nein, des Besitzers – hing schwer in der kühlen Abendluft. Der Mann im weißen Poloshirt, der sich eben noch so überlegen gefühlt hatte, sackte in sich zusammen. Seine maßgeschneiderte Hose schien ihm plötzlich eine Nummer zu groß, das teure Shirt saß wie ein nasser Sack. Er riss den Mund auf, schloss ihn wieder, wie ein gestrandeter Fisch auf dem sorgfältig getrimmten Rasen.

„A-aber…“, stammelte er schließlich, die Arroganz komplett aus seiner Stimme verschwunden. „Sie können doch nicht… Ich bin der Vorsitzende des Komitees!“

Der Mann in der Warnweste lächelte. Es war kein freundliches Lächeln. Es war ein Lächeln, das Abgründe öffnete.

„Waren Sie“, korrigierte er sanft, aber bestimmt. Er trat noch einen Schritt näher, und der feine Herr wich unwillkürlich zurück. „Und was Ihre kleine Nebenbeschäftigung angeht… die Spenden für die ‚Erhaltung der Biodiversität des Platzes‘, die seltsamerweise auf ein Konto auf den Kaimaninseln flossen?“

Dem Ex-Vorsitzenden entglitten die Gesichtszüge endgültig. Woher wusste dieser… dieser Gärtner davon?

„Sie dachten wirklich, Sie könnten unter meinem Radar fliegen?“, fuhr der Besitzer fort, seine Stimme nur noch ein gefährliches Flüstern. „Ich kenne jeden Grashalm hier. Und ich kenne jede Transaktion. Das war nur der Anfang. Was haben Sie mit den Plänen für den neuen Spa-Bereich gemacht?“

Der angesprochene zitterte nun sichtbar. Er drehte sich um und stolperte davon, das makellose Grün hinter sich lassend.

Der Besitzer sah ihm nach, die „Master Key“-Münze wieder in der Tasche. Er wischte sich den restlichen Schweiß von der Stirn. Das war erst der Anfang. Die wahren Geheimnisse dieses Golfplatzes lagen nicht in den Bilanzen des Vorstands. Sie lagen viel tiefer. Er drehte sich zur digitalen Anzeigetafel um, deren LEDs sanft pulsierten. Er musste die Maschine unterhalb des Clubhauses überprüfen. Wenn sie herausfanden, dass der Vorstand so unvorsichtig gewesen war, würde es Probleme geben. Sehr große Probleme.

See also  « Ce n'est que la serveuse », a dit sa mère — jusqu'à ce que le milliardaire voie le bébé bouger.

Er griff nach seinem Funkgerät. „Code Rot. Startet Protokoll Omega. Wir haben ein Leck.“

Die Antwort kam sofort, kühl und metallisch: „Bestätigt. Omega initiiert.“

Der Abendhimmel über dem Golfplatz wirkte plötzlich nicht mehr golden, sondern bedrohlich dunkelrot.

Wird das Geheimnis unter dem Clubhaus gelüftet? Wer sind ‚sie‘? Lesen Sie weiter im nächsten Kapitel, um zu erfahren, was wirklich auf dem scheinbar perfekten Golfplatz vor sich geht…

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